Schreiben in der systemischen Therapie

Carmen Unterholzer

Verschiedene psychotherapeutische Richtungen wie die kognitive Verhaltenstherapie oder die narrative Therapie nutzen Schreiben und Literatur in ihrer Arbeit. Die integrative Therapie hat eine eigene Methode kreiert: die Poesie- und Bibliotherapie. Im Seminar zeige ich zum einen, wie poesie- und bibliotherapeutische Interventionen in die systemische Therapie integriert werden können. Anhand meiner therapeutischen Arbeit führe ich zum anderen vor, wie sich systemische Methoden schreibend umsetzen lassen. Videoaufzeichnungen von Gesprächen mit Klientinnen, Texte, die im Rahmen meiner Workshops entstanden sind und die Wirkungsforschung veranschaulichen die Wirksamkeit von Schreiben und Literatur als therapeutische Mittel. Die verschiedenen Interventionen werden im Laufe des Seminars geübt und der passende Einsatz diskutiert.

Themen u.a.
Welche Texte, welche Gattungsformen eignen sich? Oder: Gibt es eine Bücherapotheke?
Wie nützt die narrative Therapie die Schriftlichkeit in ihrer Arbeit?
Weiterentwicklung systemischer Interventionen durch therapeutisches Schreiben: Wie kann Schreiben beim zirkulären Fragen genutzt werden? Schreibend auf die „Wunderfrage“ antworten; Innere Anteile schreibend präzisieren; Externalisieren – ein Paradebeispiel für die Poesietherapie; Internalisieren – Lösungen festschreiben; Rituale schreibend verfestigen; Metaphern lyrisch verankern; Statt der dominanten Leidensgeschichte: eine alternative „Autobiografie“ mit Ausnahmen und Ressourcen; der Chor unserer inneren Stimmen – die Vielstimmigkeit schreibend nutzen oder: Die wohlwollende Stimme tritt gegen den inneren Kritiker an – ein Drama in drei Akten.

Zielgruppe: PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, SupervisorInnen, Coaches und alle am Thema Interessierte

Leitung: Carmen Unterholzer

Termin: Samstag, 4.12.2010 (10:00-16:00) und Sonntag, 5.12.2010 (10:00-16:00)

Anmeldung bitte bis 4.11.2010

Kosten: € 225,- (plus 20 % Mwst.)

Sie können sich hier zum Seminar anmelden